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Tipps zur Eigenheimversicherung

 

Gebäudeversicherung:
Für jeden Hausbesitzer ist eine Gebäudeversicherung obligatorisch. Die Gebäudeversicherung deckt neben den Schäden an der Grundsubstanz des Eigenheims auch alle Schäden an fix mit dem Gebäude verbundenen Teilen (z.B. Innen- und Außentüren, Fenster, Malerei, Tapeten, Decken- und Wandverkleidungen, verklebte Bodenbeläge, Badewanne, Waschbecken, etc.).
Auch Aufräum- und Abbrucharbeiten sowie Entsorgungsaufwendungen am Gebäude sind bis zu einer individuell definierten Höchstsumme (=Versicherungssumme) versichert. - Eine detailliertere Aufzählung bzw. Zuordnung finden Sie unter den sogenannten Gruppierungserläuterungen Ihrer Versicherung. 

 

Haushaltsversicherung:
Eine Haushaltsversicherung mindert nach einem Malheur die Folgekosten für die Wiederbeschaffung von Mobiliar und Hausrat. Neben den Beschaffungskosten ersetzt sie nicht nur die Wiederbeschaffung der ruinierten Dinge sondern auch die dazu anfallenden Aufräum-, Entsorgungs- und Reinigungskosten.
Wird durch den Zimmerbrand auch die Nachbarwohnung in Mitleidenschaft gezogen, ist nicht die Haushaltsversicherung, sondern die Privathaftpflicht zuständig (diese ist jedoch in jeder Haushaltsversicherung inkludiert). Sie kommt für Schäden auf, die man anderen zufügt und zahlt beispielsweise auch meist, wenn Kinder „zündeln“. Ohne Privathaftpflicht- bzw. Haushaltsversicherung muss man den Schaden an Dritten aus eigener Tasche bezahlen. 

 

Kein Versicherungsschutz bei grober Fahrlässigkeit:
Wenn die Versicherung für den Schaden aufkommen soll, darf der Brand nicht vorsätzlich gelegt und nicht grob fahrlässig ausgelöst worden sein. Die Frage, wie  grobe Fahrlässigkeit von leichter Fahrlässigkeit (diese ist von der Versicherung gedeckt) abzugrenzen ist, bietet den Gerichten ein reiches Betätigungsfeld.
Beispiel: Handelt eine durch den Weihnachtsstress genervte Mutter bereits grob fahrlässig, wenn sie beim Verlassen der Wohnung auf das Auslöschen der Kerzen vergisst, weil sie ihren zehnjährigen Sohn bändigen muss, der plötzlich nicht mitfahren will, obwohl der Ehemann unten schon ungeduldig hupt? Nein, meinte das Gericht. Aber auf derartig verständnisvolle Richter sollte man besser nicht hoffen! 

 

Achten Sie bei jeder Versicherung auf die Deckungssumme:
Ein oft zu wenig beachteter Punkt ist die Deckungssumme. Ist der Wert von Haus oder Wohnungsinhalt höher als die Versicherungssumme, liegt eine sogenannte Unterversicherung vor. Der Schaden wird dann nur aliquot ersetzt.
Beträgt die Versicherungssumme beispielsweise 50.000 Euro, der Hausrat ist aber 100.000 Euro wert, erhält man im Schadensfall nur die Hälfte erstattet.
Eine Polizze mit Unterversicherungsverzicht verhindert solche unangenehmen Überraschungen. Sie enthält eine Wertanpassungsklausel, mit der die Deckungssumme gemäß der Inflationsrate jährlich steigt.