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Tipps für Mobiliar, Elektrogeräte und Hausrat

Wohlfuehlen


Welche Artikel und Gegenstände lassen sich grundsätzlich  ordnungsgemäß sanieren?

 

Hier finden Sie einen Überblick über sanierbare und nicht sanierbare Artikel und Gegenständen aus Ihrem Eigenheim.

 
 

Lebensmittel gelten - auch wenn sie nur leicht belastet scheinen - aufgrund der Lebensmittelgesetze - als nicht sanierbar! Es besteht nämlich die große Gefahr, dass beim Öffnen der Verpackung, Brandpartikel in die Nahrungskette gelangen. Auch verschlossene Getränke, oder Konserven in verschlossenen Dosen, zählen zu den nicht sanierbaren Lebensmitteln, da sich der Brandruß unter Flaschenverschlüssen und in Verschlussrillen festsetzt.
 
Kinderspielzeug wird, da Kinder es oft in den Mund stecken, wie Lebensmittel behandelt. Stoff- und Plüschtiere sind keinesfalls sanierbar!
 
Babysachen gelten als nicht sanierbar!
 
Kosmetikartikel gelten als nicht sanierbar!
 
Gefriergut ist gewöhnlich nicht geschädigt, wenn es in der Kühltruhe luftdicht gelagert war und die Kühlkette nicht unterbrochen wurde.
 
Probereinigung: Manche Oberflächen (Holz, Textilien, lackierte Oberflächen, Stein, Fliesenfugen, Polstermöbel, …) sind je nach Entfernung zur eigentlichen Brandstelle, nach Hitzeentwicklung, oder nach der Art der verbrannten Materialien nicht, oder nur sehr schwer zu sanieren. In diesem Fall kann eine Probereinigung Aufschluss geben. Von Ihrer Haushaltsversicherung werden in der Regel auch diese Probereinigungen bzw. Sanierungsversuche vergütet (auch wenn sich dabei herausstellt, dass eine Sanierung nicht möglich ist).
 
Textilien werden - soweit eine Reinigung überhaupt sinnvoll erscheint – an Spezialunternehmen zur Brandreinigung übergeben. Nicht alle Textilreinigungsunternehmen können aber Brandruß ordnungsgemäß,  materialschonend und dauerhaft entfernen. Die Übergabe der Textilien an die Reinigungsfirma ist genau zu dokumentieren (Kleidungsstücke, Vorhänge, Teppiche, Tischtücher, etc.).
Mit Stoff überzogene Einrichtungsgegenstände werden mittels Sprühextraktionsverfahren unter Verwendung von speziellen Reinigungsmitteln mehrfach gereinigt.
 
Schuhe werden je nach Oberfläche durch Absaugen und trockenes Abbürsten sowie mit nachfolgender normaler Schuhreinigung saniert.
 
Geschirr, Glas, Kunststoffe, lackierte Oberflächen, etc.  werden in der Regel ohne Probleme im Handwischverfahren unter Verwendung von Spezialreinigern saniert. Bei Geschirr und Besteck ist manchmal eine Vorreinigung mit Spezialreinigern notwendig. Die Feinreinigung erfolgt meist von der Hausfrau mittels Geschirrspüler.
 
Bücher, Schriftstücke u. dgl. können nur vor Ort durch trockenes Absaugen behandelt werden. Eine Geruchsneutralisation wird durch den Einsatz von Ozongeneratoren erreicht. Wertvolle Bücher können kostenaufwendig von Restauratoren saniert werden. Einfache Schriftstücke werden durch Fotokopieren wieder „clean“ gemacht.
Polstermöbel: Stoffe und Textilien sind nur dann sanierbar, wenn sie entsprechend weit vom Brandherd entfernt waren und die Brandgase in diesem Bereich keine aggressiven oder toxischen Bestandteile beinhaltet haben. In solchen Fällen kann im Extrahierverfahren eine erfolgreiche Sanierung durchgeführt werden.
 
Mobiliar wird im Handwischverfahren unter Verwendung von Spezialreinigern saniert. Ob die Oberflächen durch zu große Hitzeeinwirkung beschädigt wurden, zeigt sich oft erst nach einer Probereinigung. Beschädigte Teile können unter Umständen (hängt von der Wirtschaftlichkeit ab) von einem Tischlerbetrieb wieder nachgefertigt bzw. ergänzt werden.
 
Bauernmöbel: Hier besteht die Problematik, dass sich in den gewachsten Oberflächen der Brandruß eingeschmolzen hat. Eine Sanierung muss durch einen erfahrenen Restaurator - in der Regel in dessen Werkstatt - durchgeführt werden!
 
Unbehandelte, offene Holzoberflächen können nur trocken abgesaugt bzw. abgeblasen werden. Durch Luftdruck- oder Temperaturänderungen werden jedoch die Rußpartikel aus den Holzporen immer wieder freigesetzt. In der Regel gelten derartige „rohe Holzoberflächen“ als unsanierbar.
 
Beschichtete Holzoberflächen (lackiert, mit Kunststoff überzogen, u. dgl.) sind, sofern keine thermischen Schäden vorhanden sind, ohne Probleme im Handwischverfahren sanierbar.
 
Metalloberflächen sind, je nach Einwirkung der aggressiven Brandgasbestandteile, gut sanierbar. Eine entsprechende Nachbehandlung (z.B. bei Nirosta) ist erforderlich. Verfärbungen an der Oberfläche von Metallteilen (Alu, Kupfer, eloxierte Flächen) entstehen meist durch die lange Einwirkungsdauer von aggressiven Brandgasen.
 
Gummi, Kunststoffe, etc.: Gummi und spezielle Kunststoffe dürfen keinesfalls mit Lösungsmitteln und reinen Alkoholen in Verbindung kommen. Die Sanierung erfolgt mittels Neutralreiniger.
 
Elektrogeräte:
Da bei jedem Brandschaden auch Kunststoffe (hauptsächlich PVC)  verbrennen, entstehen aggressive Brandgase, die sich auf allen Oberflächen niederschlagen. Elektrogeräte, wie Küchenmaschinen, Fernseher, Stereoanlage, PC, etc. müssen daher einer Spezialsanierung unterzogen werden.
Bei dieser speziellen Behandlung werden die Geräte außen und innen trocken und feucht (mit extra dafür entwickelten Reinigungsflüssigkeiten) gereinigt, getrocknet und wieder zusammengebaut.
Die Wirtschaftlichkeit einer Elektrosanierung wird in der Regel vom Sachverständigen der Versicherung festgestellt.
Sobald sich thermische Verformungen an der Kunststoffoberfläche oder am Kabel zeigen, ist eine Sanierung nicht mehr sinnvoll.
 
Kraftfahrzeuge gelten aufgrund der korrosiven Rauchgasbeaufschlagungen allgemein als nicht oder nur sehr beschränkt sanierbar.
 
KFZ-Reifen: Bei Hitzeeinwirkungen von 100 ° C hat ein Sachverständiger über eine Weiterverwendung zu entscheiden.