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TROCKNUNGSVERFAHREN und -SYSTEME

Mit entsprechendem Know-How und der entsprechenden technischen Ausrüstung können Wasserschäden nahezu zerstörungsfrei ausgetrocknet werden. Für diesen Zweck kommt eine speziell für den jeweiligen Boden- oder Wandbelag entwickelte Technik zum Einsatz!

Das Prinzip besteht darin, dass eine Luftverbindung zur durchfeuchteten Konstruktion hergestellt wird. Durch die spezifisch angewendete Trocknungstechnik können sämtliche Bausubstanzen nahezu zerstörungsfrei getrocknet werden.

Nach erfolgreicher Trocknung wird der Originalzustand wieder hergestellt. Die Räumlichkeiten bleiben während der künstlichen Austrocknung - je nach Wahl des Trocknungssystems - weitgehend benützbar!

 
 
ALLGEMEINES ZUM GESAMTSYSTEM von ENTFEUCHTUNGSANLAGEN 

Kondens- und/oder Adsorptionstrockner + Gebläse + Ventilatoren + Schlauchleitungen sind die Grundelemente für das System der Trockenluftspülung. Je nach Aufgabenstellung und Anforderungen der Bewohner wird die spezifische Entfeuchtungsanlage zusammengestellt.

Die Entfeuchtungsgeräte sind im Industrie- und Gewerbebereich mit dem bestmöglichen Wirkungsgrad und daher ohne besondere Schalldämmung ausgestattet.

Im Bereich von Büro, Wohnung und Eigenheim ist der Einsatz von extrem schallgedämmten Geräten bei Mibag Standard. Die Trocknung mit diesen extra gedämmten Anlagen nennen wir „Flüstertrocknung“.

Bei besonderen Trocknungsaufgaben und für örtliche, besonders nasse Stellen wird die Trockenluftspülung noch mit Infrarot-Trockenplatten, Heizstäben und Mikrowellen-Geräten erweitert.

 

TROCKENLUFTSPÜLUNG im EINBLASVERFAHREN 

Das klassische System der Trockenluftspülung wird bis zur vollständigen Trocknung fast aller Dämmstoffarten angewandt. Es ist das üblichste Verfahren für schwimmende Estriche, für zweischalige Fassaden, Trockenbauwände, Tramdecken, abgehängte Decken, u.v.m. 

Mit einer Kernbohrmaschine wird die notwendige Anzahl von Löchern (Durchmesser 10 bis 50 mm) durch den Estrich oder durch die Wandverkleidung gebohrt und die jeweils geeigneten Luftdüsen eingesetzt. Von der Gebläseeinheit bzw. vom Kombi-Trockengerät wird mittels Schlauchsystem trockene Warmluft in die Konstruktion eingepresst.

Um die trockene Luft in die Dämmschicht effizient einzubringen, werden - je nach Art des Oberbelages - verschiedene Arten von Luftdüsen eingesetzt.

In der Unterkonstruktion sättigt sich die trockene Warmluft mit der Feuchtigkeit des Dämmmaterials und entweicht über die Randfugen oder andere Austrittsöffnungen in den von der Außenluft abgeschlossenen Raum. Mit den im Raum befindlichen Kondens- oder Adsorptionstrocknern wird die Feuchtluft getrocknet und danach wiederum in die Unterkonstruktion bzw. in die Dämmschichten eingeblasen. Durch diesen speziellen Kreislauf wird die Austrocknung bis zur materialspezifischen Ausgleichsfeuchte erreicht.

Daemstofftrocknung

Bei den meisten Trocknungen wird dem Seitenkanalverdichter bzw. der Turbine ein Adsorptionstrockner vorgeschaltet. Dies ermöglicht, dass extrem trockene Luft in den Dämmschichtbereich eingebracht wird (bis zu 5 % rel. Feuchte). Mit Adsorptionstrocknern ist eine schnellere und effizientere Trocknung bei einem etwas höheren Energieverbrauch möglich.

Grundsätzlich können alle Dämmstoffe ohne Beschädigung getrocknet werden.

Abgehängte Decken, Holzfußböden, Tramdecken und zweischaliges Mauerwerk sind für die Trockenluftspülung am Besten geeignet.

Alle Holzteile sind vor Übertrocknung zu schützen, hölzerne Musikinstrumente sind aus dem Trocknungsbereich zu entfernen!

Der optimale Wirkungsgrad der Entfeuchtungsgeräte liegt in der Regel bei 25 - 30 ° Celsius und 80 % relativer Luftfeuchtigkeit.

Die Trocknungsanlage sollte durchgehend in Betrieb bleiben, Fenster und Türen sind geschlossen zu halten!

Vorteile:
- Erhaltung von Estrich, Dämmung, Fußbodenheizung
- Bodenbeläge bleiben größtenteils unbeschädigt
- Bei Anwendung des Wandschienen- oder Spinnensystems bleiben Bodenbeläge auf alle Fälle erhalten.

 
 
LUFTKISSENTROCKNUNG

Die Luftkissentrocknung wird zur Austrocknung von feuchten Oberflächen angewendet. Es wird dabei eine Kunststofffolie vor die betroffene Wandfläche gespannt. Extrem vorgetrocknete Luft wird hinter die Folie eingeblasen.

Mit diesem "Luftkissen" kann die Trocknung gezielt und ausschließlich auf die nassen Wandbereiche begrenzt werden.

Bei alten und vor allem bei dicken Ziegelmauern empfiehlt sich das Abschlagen des Verputzes, das Abbürsten der Ziegeloberfläche mit Drahtbürsten und das Auskratzen der Mauerwerksfugen. Durch diese Maßnahmen wird die Verdunstungsoberfläche um bis zu 50% vergrößert und die Poren an der Baustoffoberfläche werden geöffnet. Dadurch kann  ein entsprechender Trocknungserfolg in wesentlich kürzerer Zeit erreicht werden.

 
 
TROCKENLUFTSPÜLUNG im VAKUUM- bzw. UNTERDRUCKVERFAHREN 

Mit diesem Verfahren erfolgt die „Trockenluftspülung“ umgekehrt. Hier wird die trockene Raumluft im Vakuum- bzw. Unterdruckverfahren durch die Boden- bzw. Wandkonstruktion gesaugt und gefiltert in den Raum abgegeben. Die abgesaugte Feuchtluft wird im Raum mit Kondens- oder Adsorptionstrocknern wieder aufbereitet (getrocknet) und steht zur Einsaugung in die Unterkonstruktion wieder zur Verfügung (Kreislauf der Trockenluftspülung).

Durch den Einsatz von Mikro- und Hepafilter wird die aus der Dämmschicht abgesaugte Luft von Schwebstoffen wie z.B. feinsten Fasern aus Isolierstoffen, Pilzsporen, etc. befreit. Die Raumluft ist daher nicht mit Schadstoffen belastet.

Die aus der Unterkonstruktion abgesaugte Feuchtluft kann aber auch ins Freie oder in einen anderen Raum abgeleitet werden. Vor der Ausleitung in einen anderen Raum ist die Luft entsprechend zu trocknen, damit dort keine Folgeschäden durch Kondensfeuchtigkeit entstehen.


Vorteile des Vakuum- oder Unterdruckverfahrens:

- Sehr effiziente Trocknung, da durch den Saugbetrieb auch mikroskopisch kleine Wassertröpfchen mit abgesaugt werden (vor allem in der Anfangsphase der Trocknung).

- Eine emissionsfreie Trocknung ist durch den Einsatz von Mikro- und/oder Hepafilter gewährleistet.

- Es herrscht ein behagliches Raumklima ohne Temperaturanstieg.

- Wenn die Geräte in einen anderen Raum ausgelagert werden, gibt es keine Lärmbelästigung und die Räume können während der Trocknung weiter voll genutzt werden.

- Der Baustoff wird auf eine sehr schonende Art getrocknet.

- Wasser kann nicht in Bereiche „gedrückt“ werden, die vor Beginn der Maßnahmen noch trocken waren.

 
TROCKENLUFTSPÜLUNG im WANDSCHIENENSYSTEM

Dieses System wird zur vollkommenen Erhaltung aller Bodenbeläge angewandt. Die Lufteinbringung bzw. -absaugung erfolgt KombiTrockner - jpgausschließlich über die Wandschiene in der Randfuge. Durch diese Art des Trocknungssystems sind Bohrungen für Ein- und Ausblasöffnungen nicht notwendig, und die Oberbeläge (Parkett, Teppich, Stein, Fliesen, ...) bleiben vollständig erhalten.

 

Funktionsweise des Wandschienensystems:

Die Wandschiene wird über dem freigelegten Randstreifen montiert. Die trockene Luft wird in die Unterkonstruktion eingepresst und an der gegenüberliegenden Wand wieder abgesaugt.

 
 
TROCKENLUFTSPÜLUNG im ECKENEINBLAS-VERFAHREN

(Für Räume mit Teppichboden) Der Teppich wird in den Raumecken zerstörungsfrei vom Estrich gelöst. In den Estrich wird in eine 50 mm Kernbohrung ein Spezialverschluss mit Schlauch eingesetzt. Über ein Schlauchsystem wird entweder im Vakuum- oder im Einblasverfahren getrocknet. Nach Abschluss der Trocknung wird der Fußbodenaufbau ergänzt und die Kernbohrung verschlossen. Der Teppichbelag wird wieder verklebt. Somit ist eine 100%ige Erhaltung des Teppichs gewährleistet. 

 
 
TROCKENLUFTSPÜLUNG mit dem SPINNENSYSTEM 

Dieses System der Trockenluftspülung wird vor allem angewendet, wenn der Betrieb in Räumlichkeiten mit nasser Bodenkonstruktion aufrecht erhalten werden muss.

Die künstliche Austrocknung der Bodenkonstruktion erfolgt hierzu vom darunter befindlichen Geschoß aus, durch Bohrlöcher in der Massivdecke. Da meist aus statischen und auch aus arbeitstechnischen Gründen in einer Massivdecke keine großen Lufteinblasöffnungen hergestellt werden können, wird hier ein kleinerer Durchmesser (Durchmesser 10 bis 20 mm) gewählt. Durch diese Bohrungen werden Kunststoffrohre bis in die Dämmschichten der Fußbodenkonstruktion geführt und mittels flexibler Schlauchleitungen an die Trocknungsgeräte bzw. Gebläseeinheiten angeschlossen. 

Vorteile

- Die Bodenbeläge der oberen Wohnung können erhalten bleiben!

- Da die Räume, von denen aus getrocknet wird, nicht bewohnt werden, können dort sehr effiziente Geräte eingesetzt werden.

 
 
TROCKENLUFTSPÜLUNG im FLIESENKREUZVERFAHREN

Wie vorstehendes Spinnensystem, Einblasspinne - jpgdie Anwendung erfolgt jedoch bei Fliesenbelägen, die nicht zerstört werden sollen. Im Fliesenkreuz werden Bohrungen (Durchmesser 6 - 8 mm) angebracht, durch die die warme Trockenluft eingepresst wird.

Die Ausblasbohrungen werden ebenfalls im Fliesenkreuz hergestellt.

Nach Abschluss der Trocknungsarbeiten ist besonderes Augenmerk auf ein absolut wasserdichtes Verschließen der Bohröffnungen zu legen.